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Free WiFi in Hotels

Wie Reiseblogger Phil von killerwal.com zu Recht kritisiert: Free WiFi gibt es zu selten, vor allem in Deutschland.
Meiner Meinung nach soll kostenloses WiFi besonders wegen der heutigen guten technischen Voraussetzungen Bestandteil der Sternebewertung von Hotels sein. Drei Sterne sind übrigens erst/schon drin, wenn es Internet auf dem Zimmer gibt, die Kosten werden hier nicht spezifiziert.
Was bringt einem Geschäftsreisenden, der mal eben auf einen RDP connecten muss, um Fernwartung zu betreiben oder sogar nur auf die Schnelle etwas nachschauen muss, kein kostenfreies geschweige denn instabiles, lahmes Internet im Hotelzimmer? Generell sollte zumindest eine kostenlose Internet Grundversorgung  für jeden Gast zur Verfügung stehen, 1.000 kbit/s sollten da genügen. Kostenpflichtiges Internet, was zudem weder stabil noch schnell ist, ist nämlich einfach ein Unding in der heutigen Zeit. Ich lese hierzu auch sehr gerne diverse Rezensionen von Hotels durch und buche dementsprechend. Ebenso hirnrissig ist die Tatsache, dass Hotels sogar kostenloses Internet nur in der Lobby anbieten … wo ist da denn die Privatsphäre?
Wie wäre es mit einer Art Mindestverzehr? 5 € pro Tag Internet, die noch einen 5 € Gutschein für Getränke beinhaltet? Oder marketingmäßig besser formuliert:
5 € Getränkegutschein und die Internetgrundgebühr ist auch schon drin?
Teures Internet ist leider in gut betuchten Gegenden wie die unseren üblich, wie auch schon Götz berichtet. Auch Sascha Lobo hat einen sehr interessanten Artikel über dieses Thema verfasst.
Mein Lob an dieser Stelle geht an das Atlantic Hotel in Kiel, welches ich berufsbedingt eine lange Zeit aufsuchen durfte. Anfangs war das kostenlose Internet (WiFi & Kabel) begrenzt auf mickrige 320 kbit/s, was bei mir einiges an Nerven gekostet hatte. Einige Zeit lang bin ich sogar auf UMTS umgestiegen, weil das berechenbarer war. Aber Anfang diesen Jahres hat jeder Gast Zugriff auf sage und schreibe 16.000 kbit/s, das sich sogar noch als äußerst stabil erwiesen hat. Der einzige Haken hier war das Neuaufbauen der Session alle 300 MB.
Zukünftig werde ich hier Hotelbewertungen in Hinblick auf die Geschwindigkeit und Kosten der bestehenden Internetverbindung veröffentlichen. Einige Speedtests der letzten Hotelbesuche habe ich bereits vorbereitet.

Die Telekom und die Rückentwicklung des Internets in Deutschland

Die Telekom trägt jetzt ein weiteres Stück zur Rückentwicklung des Internets in Deutschland bei: Alle DSL-Neuverträge erhalten nun eine Trafficbegrenzung abhängig vom gebuchten Vertrag. Für Bestandskunden wird das zum Glück erst ab 2016 der Fall sein, offizielle News und hier.
Dies führt natürlich zu reger Aufruhr draußen im Internet und sorgt für viel Diskussionsbedarf: NerdyRoom, ChristophLauer.

Auch bei Twitter geht es zu dem Thema heftig ab: #Drosselkom.
Die Bundesregierung ist sogar auch gegen die Entscheidung der Telekom. Noch schlimmer wäre es sogar noch, wenn andere ISPs auf diesen Zug aufspringen würden, z.B. stehen da Vodafone und Kabel Deutschland im Rampenlicht [via, via, via, via, via]. Auch das Thema "Netzneutralität" wird da aufgegriffen [via, via, via, via].
Und noch eine Stellungnahme der Telekom ist hier zu finden [via] und hier auf deutsch übersetzt.
Außerdem wurde jetzt eigene übersichtliche Website über das Thema "Wer drosselt eigentlich das Internet?" erstellt, einfach mal bei WerDrosselt vorbeischauen.

Mittlerweile entstehen auch allerhand Parodien und Satiren gegen diese unmögliche Entscheidung. Ein fiktives Tarifmodell wurde somit aus gegebenen Anlass erstellt, der Postillon hat auch die Ursache der Drosselkom-"Lösung" gefunden und es werden neue Youtube-Qualitätseinstellungen verfügbar sein.

Tja, wie viel Traffic verbrauche ich denn so und wofür eigentlich? – Das hat sich Carsten übrigens auch gefragt.

  • Streams: z.B.Youtube und Vimeo
  • Steam (neue Spiele, Updates)
    • Spiele wie CS:GO, Simcity und Starcraft 2
  • Software (neue Programme + Updates, auch OS)
  • Smartphone Komplettsync + Updates ist nur per WLAN aktiviert
  • Dropbox (z.B. Bilder, Windows Live Writer, htdocs)
  • Betreuung von diversen Webseiten
  • und natürlich das übliche Surfen

Daraus ergeben sich immerhin stolze 260 GB pro Monat! Eine Drosselung bei mir wäre somit wirklich fatal.

Meine Reaktion? – Ganz klar, weg von der Telekom, auch wenn mich das erst 2016 betreffen wird, sowas darf nicht unterstützt werden. Mit Unitymedia liebäugel ich sowieso schon seit längerer Zeit, ist aber leider am derzeitigen Wohnsitz nicht verfügbar. Ein Umzug steht aber sowieso auf dem Plan.

Wie seht ihr diese Problematik?