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USA Florida 2014 – Fazit und Statistiken

Fazit

Es war ein super Urlaub … gar keine Zweifel. Das Wetter hat auch super mitgespielt, wir hatten nur 1,5 Tage Regen und das sogar zu einer Zeit, wo wir nicht unterwegs waren. Wir haben viel erlebt, vielleicht sogar zu viel für den kleinen Zeitraum von nur 14 Tagen. Wir werden definitiv in ein paar Jahren wieder in die USA fliegen, dann eher in die Ecke New York, Washington und so oder die Westküste, das ist noch lange nicht spruchreif. Dann sollten wir uns aber auch entweder mehr Zeit nehmen oder weniger Programm einplanen. Gerade wir als Ersttäter wollten so viel USA wie möglich erleben, aber das ist uns auch ganz gut gelungen. An den Erinnerungen von diesem Urlaub werden wir sicher noch lange zehren.

Klischees

Natürlich sind wir auch den meisten amerikanischen Klischees begegnet. So haben wir vor allem die Freundlichkeit und das Free Refill in sämtlichen Restaurants schätzen gelernt. Auf der Straße fühlten wir uns schon sehr bedroht mit unserem Full-Size durch überdimensionierte Pickups und SUVs … auf der anderen Seite aber fühlten wir uns doch sicher durch die im Vergleich zu Deutschland recht hohe Polizeipräsenz. Auch fett sind einige Amerikaner und Bequemlichkeit wird in fast allen Situationen groß geschrieben, da ist es kaum verwunderlich, wenn man so viele Scooter in den Freizeitparks sieht. Im Walmart sind uns allerdings keine Klischees begegnet.

Kulinarisches

Die amerikanische Küche – damit natürlich verbunden sämtliche Restaurantketten – ist wirklich um einiges umfangreicher und abwechslungsreicher, als man denkt. Neben den üblichen Burgern (Five Guys) gibt’s natürlich auch feine Steaks (Outback Steakhouse) und super Salate (Chili’s). Das „Orange Chicken“ von Panda Express hat es uns auch sehr angetan und muss unbedingt mal probiert werden.

Shopping

Beim Shopping waren wir wahrlich in einem Rausch. Besonders die sehr guten Preise in den Outlets haben veranlasst, dass unsere Gehirne einfach mal ausgeschaltet werden. Der Preis spielte dort wirklich keine Rolle mehr, so dass wir auch mal bei einigen teureren Marken zuschlagen haben. Toll sind auch die Möglichkeiten, sämtliche Coupons (BOGO, 20% off etc.) zu kombinieren. Unnötig zu erwähnen ist natürlich auch noch die Tatsache, dass 7 Tage die Woche geshoppt  werden kann. So viel steht fest: wir werden bei einem neuen Besuch in den Staaten auch wieder mit fast leerem Koffer anreisen.

Mietwagen

Bei der Wahl der Mietwagenklasse haben wir alles richtig gemacht, denn nach anfänglichen Bedenken bezüglich der Größe unseres Gefährts, waren wir restlos begeistert von unserem Full-Size Ford Fusion. Auch die Abholung direkt in der Tiefgarage vom Flughafen Miami mit steckendem Schlüssel und die Rückgabe an gleicher Stelle verlief super bequem, problemlos und einfach … Danke Alamo.

Im Straßenverkehr

Der Straßenverkehr war absolut angenehm, wir konnten also perfekt mit dem Strom mitschwimmen. So einige Dinge wünsche ich mir nun auch sehr gerne in Deutschland. Zum Beispiel ist generell das rechts Abbiegen an einer roten Ampel erlaubt, außer es ist verboten – also genau das Gegenteil. Der Verkehr verläuft so wirklich flüssiger. Nächster Punkt: es gibt kein Rechts-Vor-Links … sondern der erste an einer Kreuzung ohne Ampel (4-way-stop) hat Vorfahrt und das klappt super. Auch würde ich mir eine amerikanische „Autobahn-Protzigkeit“ in Deutschland sehr wünschen: Statt einen Highway mit 2 Streifen zu beginnen und irgendwann durch erst später sinnvolle Erweiterungen mit Baustellen zu belästigen … einfach direkt 4 Streifen bauen und Ruhe hat man für lange Zeit. Bitte Deutschland, einfach mal mehr in die Zukunft denken, das bekommen die Ammis doch auch hin.

Freizeitparks

Hier hatten wir in der Tat die volle Breitseite … ich glaube nicht, dass mich in Deutschland oder gar in Europa noch mal etwas so der Art flashen wird wie einige Attraktionen in Florida. Nicht nur die Dimensionen waren atemberaubend, sondern auch das Theming … es war einfach alles größer und irgendwie auch cooler. Besonders hervorzuheben ist da natürlich Disney … was man nicht alles aus einer Themenfahrt über Filme machen kann (Great Movie Ride), da können einige Parks in unseren Breiten einpacken.

Hotels

Da wir USA-Ersttäter sind waren, gingen wir auf Nummer Sicher und haben alle unsere Hotels im Voraus gebucht und dabei nur darauf geachtet, dass Klimaanlage und Kühlschrank dabei waren.
Kostensloses WiFi und kostenlose Parkplätze waren an unseren Standorten selbstverständlich. So kann es z.B. in Miami Downtown so sein, dass man für eine Hotel-Tiefgarage 20 $ die Nacht blechen muss. Frühstück war nicht zwingend erforderlich, aber nice to have. Die folgenden Preise sind pro Nacht, pro Zimmer (wie üblich in den USA) in US-Dollar und der Gegenwert auf der Kreditkartenabrechnung.

Fort Lauderdale: Aqua Hotel (120,99 $ / 88,90 € – booking) – ohne Frühstück
Die ersten beiden Nächte haben wir unweit von Miami verbracht und waren von der Lage begeistert – es war nur 1 Block bis zum Meer. Die Zimmer waren sauber, das Personal war nett … was will man da schon mehr? – Frühstück wäre das einzige gewesen.

Orlando: Hyatt Place Orlando/Universal (144,45 $ / 107,53 € – booking) – mit Frühstück
Beim ersten Blick in unser Zimmer / Apartment waren wir total baff … die Größe und die Ausstattung war die Überraschung der Tour. Auch beim Frühstück war eine gute Auswahl für amerikanische Verhältnisse vorhanden. Die Lage fußnah zu den Universal Studios war auch klasse.

Tampa: Holiday Inn Express & Suites Tampa I-75 (130,98 $ / 97,90 €) – mit Frühstück – booking)
Sehr nettes und hilfreiches Personal, großzügiges Zimmer … hier haben wir uns auch wohl gefühlt. Der größte Kritikpunkt, den ich mir zuzuschreiben habe: die Lage – wir mussten hier weiter fahren, um zu den Hotspots zu kommen. Wenn wir wiederkommen würden, dann muss das Hotel zentraler liegen.

Naples: La Quinta Inn & Suites Naples Downtown (94,05 $ / 70,29 € – booking) – mit Frühstück
La Quinta haben wir im Vorfeld wohl echt unterschätzt – Tolles Zimmer, nettes Personal (wie eigentlich überall) und ziemlich gute Lage, lediglich das Frühstück hat uns gar nicht so gut gefallen – die Auswahl war echt mager.

Key West: Fairfield Inn and Suites Key West (148,68 € – booking) – mit Frühstück
Das mit Abstand kleinste Zimmer hatten wir hier – dafür aber auch sauber. Gute Lage und gutes Frühstück war hier auch im Preis inbegriffen.

Hollywood: Hard Rock Hotel & Casino Hollywood (149 $ / 89,86 € – booking) – ohne Frühstück
Zum Abschluss wollten wir uns dann noch etwas gönnen und entschieden uns hierfür, auch wenn es kein Frühstück gab. Sämtliche Rabatte haben immerhin den Preis gut gedrückt. Das Zimmer war auch bombe, obwohl wir hier sogar ein Stückchen mehr erwartet hatten. Leider hatten wir keine Zeit am Anreisetag, um die großen Pool- und Spa-bereich auszuprobieren.

Zum Abschluss habe ich noch einige interessante Statistiken.

Statistiken

USA Florida 2014 Statistik
Auto
Strecke gefahren1520 Miles (2446,2 km)
Getankt57,82 Gallons (218,87 Liter)
Spritkosten214,64 $ (159,35 €)
Durchschnittsverbrauch26,3 Miles per Gallon (9,05 Liter / 100 km)
Anzahl Mautstationen passiert9
Mautgebühr bezahlt21,55 $ (15,16 €)
Sonstiges
zerstörte Mondsonden (KSC)2
Gators gesehen23
Fotos geschossen170 (Smartphone),
890 (Digicam),
262 (GoPro)
Videos aufgenommen0 (Smartphone),
1 (Digicam),
26 (GoPro)
Hard Rock Cafe Shirts+5
verschiedene neue Restaurants probiert+13
Burger geschlemmt5 (ich), 4 (Chrissi)
Tip bezahlt56,85 $ (44,31 €)
~ 17,25 %
Walmarts besucht5
Outlets gestürmt3
Gewichtsveränderung+0,5 kg
in unterschiedlichen Hotels genächtigt6
Top 5 Restaurants
1.Chili's
2.Five Guys
3.Sonny's BBQ
4.Michelbob's
5.Panda Express
USA Florida 2014 Statistik Freizeitparks
Freizeitparks
Besuchte Freizeitparks8
Coaster Count+15
Top 10 Coasters
1.Manta (Sea World, Orlando)
2.Montu (Busch Gardens, Tampa)
3.Rock 'n' Roller Coaster (Walt Disney World Hollywood Studios)
4.Revenge of the Mummy (Universal Studios, Orlando)
5.Hollywood Rip Ride Rockit (Universal Studios, Orlando)
6.Incredible Hulk (Universal Islands of Adventure, Orlando)
7.Sheikra (Busch Gardens, Tampa)
8.White Lightning (Fun Spot America, Orlando)
9.Dragon Challenge - Hugarian Horntail (Universal Islands of Adventure, Orlando)
10.Dragon Challenge - Chinese Fireball (Universal Islands of Adventure, Orlando)

Worüber ich mich immer aufrege

Bei einer Auflistung, worüber ich mich immer aufrege, besonders in letzter Zeit, kommt so einiges zusammen:

Straßenverkehr

  • Wieso fahren so viele vor mir viel langsamer als erlaubt (70 statt 100, 20 statt 30)? Dann fahren die sogar noch innerorts weiterhin 70. Das erlebe ich echt täglich.
  • kein Aufreger direkt, eher eine Verwunderung: Warum fahren welche bei einer 3 bzw. 6-spurigen Autobahn auf der rechten Spur unter 100, auch wenn diese nicht abfahren möchten oder keiner vor denen fährt? Für mich macht Autobahnfahren unter 100 km/h irgendwie keinen Sinn.
  • Wo ich fast immer platze: Fahrer diverser deutscher Fabrikate mit defekten Blinkern, vor allem in Kreisverkehren.
  • Ach ja, man blinkt VOR einem Spurwechsel, nicht währenddessen und auch nicht hinterher!
  • Unverständlich: vor dem Abbiegen 1-2m ausholen und am besten noch auf die andere Spur kommen.
  • Zu meinen Lieblingen gehören auch die Fahrer, die auf der Autobahn in der Mitte oder Links den Verkehr aufhalten. Da hat man echt den Eindruck, dass die beschleunigen ohne Gas zu geben. Letztens hat es mir die Stimme verschlagen als ich gehört habe, dass es wirklich Leute gibt, die denken, dass die rechte Spur ausschließlich für LKWs gedacht ist. Daher bleiben diese stur in der Mitte.

Kundenservicewüste

besonders im Beruf rege ich mich über so einige Firmen entlang des Rheins auf

  • so gibt es dort einen Elektrofachmarkt, der es einfach nicht auf die Kette bekommt, uns über die eine oder andere Bestellung zu informieren. Auch Anfragen werden zwar aufgenommen, aber scheinbar nicht bearbeitet. Man hört einfach wochenlang rein gar nichts von denen. Dann erfährt man, dass unser Ansprechpartner im Urlaub ist und angeblich seine Aufgaben an anderen Mitarbeiter übergeben hat. Es hat sich trotzdem nichts getan. Das ist echt traurig, vor allem weil wir Geschäftskunden sind.
  • ähnliches Verhalten zeigt sich auch bei einer Bank, die ihren Sitz in Rheinnähe hat.
  • und eine Werbeagentur, ebenfalls in der Nähe des Rheins, ist dermaßen unzuverlässig, dass wir deren Arbeit immer kontrollieren müssen.

Computer/Internet

  • Warum nutzen immer noch so viele Leute das standard ICQ (6/7)? Nur damit man da so tolle Smilies wie *HAPPY* oder was weiß ich noch was machen kann? Oder ist es wegen den Spielen? Oder wegen des ach so tollen Aussehens? Oder eher weil „es einfach alle haben“? Die meisten wissen wohl nicht, dass ICQ mittlerweile einem russischen Investment Unternehmen gehört. Es gibt doch so viele auch schöne und werbefreie Alternativen, meist sogar noch OpenSource, wo ständig fleißig weiterentwickelt wird: Miranda (mein Favorit), Pidgin, Digsby, Adium (OS X).
    Weiterhin interessant ist noch die Verwendung des XMPP (früher: Jabber)-Protokolls. XMPP ist ein frei erhältliches Protokoll, dass nicht nur von einem Anbieter angeboten wird, man kann sich also seinen Anbieter/Server frei wählen. Jeder Besitzer eines Google oder gmx/web.de-Konto kann sofort in einen der oben genannten Instant Messengern loslegen. Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich hier gut informieren. Zur Zeit benutzen das leider noch zu wenige aus meinem Freundes/ICQ-Kreis.

So, genug Dampf abgelassen. Und habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?