USA Florida 2014 – Tag 3 – Weiterfahrt nach Orlando und Shopping

Unser letzter Sonnenaufgang in Fort Lauderdale:

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Heute muss eine etwas größere Etappe von ca. 210 Meilen (rund 3 Stunden Fahrt) überwunden werden.
Auch heute war es ein Tag der vielen neuen „first contacts“, langweilig und monoton ist hier noch lange nichts.

Die gestern gekaufte Kühlbox wurde schnell noch am USA-typischen Eiswürfelautomaten mit Eiswürfel gefüttert. In bester Tetris-Marnier wurde dann der Kofferraum unseres Töfftöff befüllt, so dass wir rechtzeitig unseren großen Trip weiterführen konnten. Aber Stop! Bevor es auf die Interstate 95 bzw. Florida Turnpike geht, musste das Frühstück her. Ohne die für mich wichtigste Mahlzeit des Tages fahre ich nicht weiter. Heute machten wir bei einem anderen Breakfast-Specialist Halt: Denny’s. Wir haben uns beim Bestellen nicht abgesprochen, aber die Rollen waren im Vergleich zum gestrigen Tag vertauscht. Während ich mich für das „Ultimate Skillet“ (bestand aus red-skinned potatoes, scrambled eggs, cheese überbacken und ein wenig mushrooms ) entschieden habe, hat sich Chrissi die „Banana Pecan Pancakes“ ausgesucht, natürlich wieder mit Coffee-Flatrate:

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Gesamtpreis: 22,00 $ (16,20 €)
Gut gestärkt deckten wir uns direkt im Restaurant noch mit in Florida gültigen Coupons ein, man weiß ja nie, wann man welche gebrauchen kann. Die Coupon-Kultur ist in den Staaten sowieso um einiges größer als bei uns … schaut einfach mal auf TLC „Couponing Extrem„, das ist wirklich krank, wenn man Einkäufe mit 10 Einkaufswagen sieht, rund 800 $ normalerweise bezahlen müsste und am Schluss … ich frage mich immer, ob das wirklich geht … lächerliche 30 $ wirklich zahlt.

Danach fuhren wir dann aber richtig los, es ging auf den Florida Turnpike, auf dem wir auch sofort mit dem Tollsystem in Kontakt treten mussten. Bei einer Station wenige Meilen nach der Auffahrt gab es ein Ticket zu ziehen und wir wurden danach eine lange, laaange, sehr lange Zeit nicht aufgehalten. Gut, dass unser Wagen cruise control hatte, das macht das Fahren wirklich sehr komfortabel. Die Maximalgeschwindigkeit war mit 70 Meilen pro Stunde, was ungefähr 112 km/h entspricht, für die USA mehr als gnädig.

Bei ungefähr noch einem Viertel vom Tank und noch ca. 60 Meilen vor uns, haben wir dann doch direkt die nächste Tankstelle aufgesucht. Diese ist auf Mautstrecken üblicherweise auf der linken Straßenseite.
Nun kam dann schließlich das, wovor ich am meisten Bammel hatte, dass es nicht funktionieren würde: das Tanken in den USA mit einer deutschen Kreditkarte. Heute erwischten wir zufällig eine bekannte Tankstellenkette: Shell. Generell läuft das Tanken in den Staaten so ab, dass man direkt an der Zapfsäule seine Kreditkarte erst einschieben muss, bevor sich überhaupt etwas am Zapfhahn tut.
Ich habe also meine Amex in den Schlitz gesteckt, musste als Legitimation meine ZIP (PLZ) eingeben – habe sogar die richtige genommen, manche Touris nehmen irgendeine aus den USA z.B. 90210 – diese wurde erfolgreich akzeptiert, durfte die Spritsorte regular auswählen und schon floss Sprit aus dem Schlauch … es war also um einiges einfacher als ich vorher befürchtet habe. Bei dieser Tankstelle gab es für die vorhandenen 3 Sorten Sprit übrigens nur einen Schlauch, das ist auch nicht unüblich hier. Nachdem der Tank voll war, bekam ich noch einen Beleg direkt dort an der Zapfsäule und das wars. Vollgetankt für nur 42,68 $ (30,70 €). Wir machten dann noch schnell eben eine Pinkelpause beim direkt daneben befindlichen Rasthof, steckten dort weitere Coupons ein und düsten schnell weiter, es lagen immer noch einige Meilen vor uns.
Hauptsächlich pure Natur und Gegend prägte das Bild rund um der Interstate. Nur ab und zu machte eine dieser typisch amerikanischen riesigen Werbeleinwände dieses Bild zunichte. Da wird z.B. für ein Casino oder für den besten Burger der Welt an der nächsten Abfahrt geworben.
Wir hatten als erstes die Hauptzentrale von Tupperware in Orlando angesteuert, waren aber echt enttäuscht, dass es dort keine Ausstellung oder Verkaufsräume zum Stöbern gab. Somit fuhren wir direkt weiter zum Premium Outlet, das sich direkt an der bekanntesten Fress- und Flanierstraße von Orlando befindet: der Internationaldrive (I-Drive). Hier konnten wir unserem Shoppingwahn einfach nicht widerstehen. Nachdem wir Aeropostale, Oakley, Vans und Nike überfallen haben, musste ich mir natürlich noch die hiesige Tasse von Starbucks kaufen.

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Jetzt meldete sich aber unser Magen so richtig laut, Shopping macht halt hungrig. Wir suchten also das nächste Chili’s auf, um unseren Hunger zu stillen. Natürlich befand dieser Schuppen sich auch am I-Drive. Auch hier gab es wieder eine Bedienung – Self Service gibt es hauptsächlich bei den bekannten fast food Buden – die uns mal wieder freundlich begrüßt hat. Die Getränkebestellung ging bei uns etwas flotter: „black berry iced tea“ für mich und „mango iced tea“ für Chrissi. Beim Essen brauchten wir wieder etwas länger, irgendwie sieht immer alles gut und lecker aus. Wir entschieden uns beide dann doch für meinen Favoriten, der mir von vielen Seiten empfohlen wurde: „caesar chicken salad“, die waitress darauf: „That’s my favorite!“, das klingt ja schon mal vielversprechend. Heute musste einfach mal Abwechslung in Form eines guten Salates sein.

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Dieser war in der Tat mega lecker und sättigend. Habe ich bereits erwähnt, dass Free Refill etwas feines ist? Auch heute habe ich wieder gnadenlos zugeschlagen, während Chrissi noch am ersten Glas iced tea beschäftigt war, bekam ich bereits ein neues, allerdings mit Mango, das sagte mir mehr zu, nachdem ich es von Chrissi probieren durfte. Bei ihr war es lustigerweise genau andersherum. Als ich allerdings genau wegen dieser großen Flüssigkeitszunahme dringend Wasser lassen musste, wurde nicht nur mein Glas in einen to-go Becher umgeschüttet, es wurde sogar noch aufgegossen. I love it!
Generell flattert die Rechnung durch die waitress immer kurz nach Ablehnung eines Desserts ein, lange sitzengeblieben wird nämlich in den USA nicht. Allerdings konnte man hier super bequem direkt am Platz an diesem praktischen Gerät bezahlen (sogar inkl. Auswahl des Tip):

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Einfach wieder Kreditkarte durchziehen und das wars. Hier wurden unter anderem noch Mahlzeiten gezeigt und Spiele für die Wartezeit angeboten.
Gesamtpreis: 23,39 $ (17,22 €)

Anschließend musste ich unbedingt noch die relativ neue Holzachterbahn White Lightning im Fun Spot America fahren:

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Eine Holzachterbahn genau nach meinem Geschmack: schnell und kurvig, aber leider nur wenig airtime. Da finde ich Troy im Toverland immer noch um Längen besser.

Schließlich am Hotel „Hyatt Place Orlando/Universal“ (8.6 von 10 Punkte, Homepage) angekommen und eingecheckt fanden wir ein riesiges Zimmer vor. Free WiFi und Fridge waren natürlich auch wieder dabei. Ich lasse an dieser Stelle einfach mal die Bilder für sich sprechen:

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Auch der Ausblick ist in Ordnung, gegenüber bzw. nebenan befindet sich ein Holiday Inn Express:

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Die Kunst des Parkens:

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Den Tag schlossen wir mit dem restlichen Iced Tea von Chili’s bei einem weiteren Spiel der Miami Heats ab:

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US-Flag-Count: > 50!

Fazit des Tages: Es gibt viele vom Suicid geplagte Fliegen auf den Highways.

6 Gedanken zu „USA Florida 2014 – Tag 3 – Weiterfahrt nach Orlando und Shopping“

  1. Futtern und Autofahren … Was für ein Tag! 😀 diese free refill ist echt ne coole Sache. Aber da verdienen die doch nix dran oder? Ich Miene hier in DE wird doch im Restaurant mit den Getränken ein großer Teil des Umsatzes gemacht oder?

    Gruß Marco und viel spaß

  2. Ich glaube auch nicht, dass der Gewinn durch die Getränke so wahnsinnig groß ist wie bei uns … Ich habe auch vergessen zu erwähnen, dass die die Gläser fast randvoll mit Eis machen , oha, ich muss das dringend nachholen im nächsten Bericht. Ich gelobe Besserung 🙂
    Boar, ich habe sogar alles mögliche notiert und das vergesse ich, wir haben einfach zu viel neues erlebt 🙂
    Nein, einen Guide möchte ich eigentlich nicht schreiben 😉

  3. Gerade bei mir?
    Also in den Staaten wollte ich mir erst eine Monatskarte mit Datenflat holen, habe es dann doch sein lassen, weil gefühlt 90% der Fläche mit Free wifi gedeckt ist.

  4. Natürlich bleibt der Blick auf den Bildern vom Essen total hängen. Die Portionen dort sind ja mal enorm und sehen super lecker aus.

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